Cloud-Integration – Basics: iPaaS, SaaS und Sicherheit

Mithilfe der Cloud-Integration lassen sich lokal gespeicherte Daten nahtlos mit Informationen und Anwendungen in der Cloud nutzen.

Cloud-Technologien entwickeln sich in einem atemberaubenden Tempo zum Mainstream. Viele Organisationen erweitern ihre bestehenden lokalen Datencenter um Cloud-Technologien und -Lösungen – oder ersetzen ihre lokalen Datenspeicher und Anwendungen komplett. Doch in fast allen modernen Umgebungen werden die Daten auch künftig aus verschiedenen Quellen und unterschiedlichen physischen und virtuellen Standorten (öffentliche Cloud, private Cloud oder lokal) kommen.

Die Vorgehensweise bei der Cloud-Integration ist klar definiert und es gibt viele unterschiedliche Tools und Services, die Sie dabei unterstützen. Jede einzelne Organisation muss dann für sich entscheiden, wie sie die vorhandenen Daten einsetzt. Im Folgenden werden beide Aspekte erläutert.

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Die Vorteile der Cloud-Integration

Wachsende Unternehmen setzten früher auf Datensilos, bei denen spezielles Know-how an die Fachkräfte gebunden war, die mit diesen Datensilos arbeiteten. Lager, Vertrieb, Marketing, Finanzen und andere Abteilungen nutzten im Geschäftsalltag separate Silos.

Mit der Einführung von Business Intelligence lernten Organisationen Daten auszuwerten, zu analysieren und abteilungsübergreifend bereitzustellen, um die Unternehmensperformance zu steigern. Die Cloud-Integration optimiert geschäftsrelevante Informationen durch die Kombination lokaler Daten mit wichtigen Informationen aus Cloud-Anwendungen wie:

  • Netzwerkverkehrsmuster
  • Nutzerverhalten
  • Sicherheitsrelevante Ereignisse, sowohl extern als auch in Ihrer Umgebung
  • Compliance-Informationen
  • Fehler und Anomalien, die Ihre Performancedaten beeinflussen
  • Ressourcennutzung

Die Cloud-Integration bietet Organisationen eine ganzheitliche Sicht auf alle wichtigen – und häufig hochkomplexen – Interaktionen in ihrer Geschäftsumgebung. Auf diese Weise erhalten sie wertvolle Erkenntnisse, um sich langfristig Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Cloud-Integration in der modernen Geschäfts- und IT-Welt

Neben herkömmlichen Zielsetzungen wie die Nutzung von Business Intelligence oder die Einhaltung immer komplexerer Compliance-Vorgaben setzen führende Unternehmen auf Cloud-Integration, um deutliche Verbesserungen in diesen Bereichen zu erzielen:

  • Niedrigere Ausgaben – Durch die intensive Auswertung unterschiedlicher Datenquellen und dem anschließenden Abgleich mit weiteren Informationen, können Sie schnell sehen, in welchen Bereichen Ihre Ressourcen über- oder unterstrapaziert sind und einen Cloud-Integrationsansatz konzipieren, der Ihren individuellen Geschäftsanforderungen entspricht.
  • Optimal genutzte Humanressourcen – Nicht einmal das beste IT-Expertenteam könnte alle Daten analysieren, die täglich durch eine Organisation fließen. Doch mit den richtigen Integrationstools, einem guten Integrationsdesign, einer effizienten Aufgabenautomatisierung und umfassenden Berichtsoptionen können Mitarbeiter mehr denn je datenbasierte Entscheidungen treffen, die wirklich einen Unterschied machen.
  • Autoskalierung – Ein weiterer potentiell kostensparender Vorteil der Cloud-Integration ist die automatische Skalierung. Sie bietet Ihnen die Möglichkeit, intelligent auf die jeweilige Situation zu reagieren, indem Sie zu Spitzenzeiten zusätzliche Ressourcen mobilisieren und in ruhigeren Zeiten Ressourcen abziehen. Da viele Organisationen ihre Prozesse ganz oder teilweise auf virtuelle Plattformen in der Cloud verlagern, können Autoskalierungsentscheidungen für entscheidende Wettbewerbsvorteile sorgen.
  • Schnellere Bereitstellung – Das kann die schnellere Lieferung von Waren bedeuten oder auch eine beschleunigte digitale Bereitstellung, da Daten unmittelbar ausgetauscht und so die richtigen Entscheidungen unterstützt werden.

Der letzte Punkt ist besonders wichtig, da viele erfolgreiche, innovative Unternehmen mit Ansätzen wie Continuous Delivery und DevOps voranschreiten. Von grundlegender Bedeutung ist dabei die Automatisierung, um immer kürzere Bereitstellungszyklen zu realisieren. Dies führt unweigerlich dazu, dass die Definition der modernen Cloud-Integration überdacht wird.

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Die Zukunft der Cloud-Integration

Für einen Optimisten, der zehn oder zwanzig Jahre in die Zukunft schaut, bietet die Channel-Automatisierung ein großes Potential und viele neue Möglichkeiten wie Instant Release-Zyklen und vielleicht sogar Anwendungen, mit denen sich Performance- und Supportherausforderungen in ständig wachsenden Umgebungen durch die Entwicklung eigener Hilfsanwendungen lösen lassen.

Ein Realist weißt um die Herausforderungen, die damit einhergehen. Wer konzipiert die Automatisierung, die eine solche Entwicklung lenkt? Welche Rolle spielen Menschen in einem solchen kontinuierlichen Cloud-Integrationszyklus und wie behalten wir in einem solch rasanten Datenrennen die Zügel in der Hand? Es liegt an den Tech-Cracks der nächsten Generation, Antworten auf diese und andere Fragen zu finden.

Klar ist jedoch, dass die Datenintegration eine entscheidende Rolle in der Evolution der Cloud-Integration spielt. In Cloud-Umgebungen steht die Datenintegration an der Schnittstelle von Big Data, erweiterte Analysen, Business Intelligence und Data Governance.

Herausforderungen der Cloud-Integration

Leider ist es nicht so einfach, alle Vorteile einer nahtlosen Cloud-Integration zu realisieren. Selbst erfahrene Organisationen mit genug Personal können sich schwertun, das für sie passende Modell zu entwickeln. Einige der wichtigsten Herausforderungen bei der Cloud-Integration sind:

  1. Sicherheit – Kaum ein Tag an dem nicht über ein neues und schwerwiegendes Sicherheitsleck berichtet wird. Große Unternehmen, Finanzinstitute und sogar politische Einrichtungen sind durch die ständig zunehmenden Online-Bedrohungen erheblichen Risiken ausgesetzt, darunter Diebstahl digitaler Informationen, Lösegelderpressung und Zerstörung. Ohne geeignete Sicherheitsmaßnahmen setzen Organisationen mehr als nur ihre Geschäftsdaten aufs Spiel.
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  2. Compliance – Vor allem die oben genannte Situation hat zur Gründung von Organisationen wie dem Payment Card Industry Security Standards Council geführt. Als internationale Allianz mit Experten aus unterschiedlichen Branchen und Disziplinen haben der PCISSC und ähnliche Vereinigungen eine Liste weltweit anerkannter Sicherheitsstandards erstellt, von denen viele die Basis für bestehende nationale und internationale eCommerce-Gesetze bilden.

    Darüber hinaus legt die DSGVO für EU-Mitglieder bestimmte Datenschutz-Standards fest.

    Diese Gesetze schreiben nicht nur die Einhaltung aller bestehender Standards vor, sie verlangen auch einen regelmäßigen Nachweis in Form von Audits und Berichten. Ihr Cloud-Integrationsmodell sollte daher nicht nur sicher, sondern auch so konzipiert sein, dass es langfristig alle Compliance-Vorgaben einhalten kann.
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  3. Zunehmende Datenflut – Es ist ein Zeichen unserer Zeit, dass Daten überall sind und Daten zu noch mehr Daten führen. Wenn wir online einkaufen, Tweets schreiben, etwas erstellen und speichern, führen die elektronischen Spuren, die wir hinterlassen – und die neuen Spuren, die diese in Ihrer Cloud-Integration erzeugen – zu einer unvorstellbaren Flut an Informationen.

    Ein geeigneter Automatisierungsansatz ist wichtig, damit Organisationen ausreichend Speicherplatz haben, aber nicht für Ressourcen oder Speicher zahlen müssen, die sie zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht brauchen. Man kann mit dem herkömmlichen Ansatz „je mehr Speicher desto besser“ leicht falsch liegen und so können die Kosten für die Wartung großer ungenutzter Speicher ohne gute Verwaltung die Betriebskosten in die Höhe treiben.
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  4. Menschliches Know-how – In einer so dynamischen Umgebung ist es schwer, qualifizierte Experten zu finden, die kompetent und zuverlässig sind. Die Entscheidung, ob Unternehmen lieber in ihre Mitarbeiter investieren oder die Entwicklung und den Betrieb ihrer Cloud-Integration outsourcen sollten, hängt von der Größe und den individuellen Anforderungen ab.
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  5. Geeignete Tools – Die richtigen Tools machen jeden Job einfacher, doch das Internet ist voll von redundanten und konfusen Informationen zum Thema Cloud-Integration-Management. So kann sich die Auswahl der richtigen Tools genauso schwer gestalten, wie die Aufgabe selbst. Viele Unternehmen wenden sich daher an erfahrene Cloud-Integration-Partner und geben einen Budgetrahmen vor.

Wenn Sie diese Liste mit den häufigsten Herausforderungen durchgehen, fragen Sie sich bestimmt, wo Sie bei Ihrer Cloud-Integration anfangen sollen. Wahrscheinlich legen Sie – wie die meisten Entscheider – Ihren Fokus auf Nummer 5 und wählen erst einmal die geeigneten Tools und Partnerschaften.

Mehr und mehr Organisationen setzen auf Integration-Platform-as-a-Service (iPaaS)-Lösungen, um das Maximum aus ihrem Budget und ihrer Brainpower herauszuholen.

Was ist iPaaS?

Bei Integration-Platform-as-a-Service (iPaaS) handelt es sich um eine unkomplizierte Lösung für das Hosting, die Entwicklung und die Integration von Cloud-Daten und -Anwendungen. Die besten iPaaS-Lösungen bieten einfache grafische Tools, die eine Business-Intelligence-Umgebung mit hilfreichen Visualisierungen zur Verfügung stellen.

Viele kleine und mittlere Organisationen haben weder das Bewusstsein für Compliance noch die Infrastruktur und Sicherheitsumgebung noch das nötige Know-how, um eine ganzheitliche Cloud-Integrationsarchitektur aufzubauen. iPaaS kann diese Lücken schließen und Ihnen alle Vorteile einer effizienten Cloud-Integration ohne die üblichen Risiken bieten.

Eine iPaaS-Lösung liefert Ihnen die Plattform sowie geeignete Hosting- und Management-Tools und hilft Ihnen so, typische Cloud-Integration-Herausforderungen zu meistern:

  • Virtuelle Infrastruktur – Erstellen, implementieren und verwalten Sie virtuelle Maschinen, Server, Netzwerkgeräte und mehr, um Ihre Umgebung zu erweitern und zu optimieren.
  • Data Warehousing und Integration – Sie können Daten im gesamten Unternehmen erstellen, auswerten und bewegen, um von Echtzeit-BI zu profitieren.
  • Anwendungsentwicklung und Continuous Delivery – Entwicklungsteams können mit der Cloud gemeinsam in einer hybriden Umgebung arbeiten oder bei der Entwicklung und Implementierung ganz auf IPaaS-Tools setzen.
  • Sicherheit und Compliance – Der richtige iPaaS-Partner bietet kritische Sicherheitsfunktionen wie Betrugserkennung und proaktiven Netzwerkschutz und stellt die Einhaltung aller geltenden Vorgaben sicher. Die Durchführung obligatorischer Audits und die Visualisierung von Bedrohungen auf iPaaS-basierten Oberflächen sind ebenfalls wichtige Elemente eines leistungsfähigen Service-Ansatzes.

Wie bei den meisten Geschäftsentscheidungen steht auch bei der Wahl der iPaaS-Lösung normalerweise das Budget an erster Stelle. Alle Lösungen, die aufwändige Arbeiten auslagern und die Integration vereinfachen, haben ihren Preis. Das Geheimnis ist, zu wissen, worauf Sie beim Kauf achten müssen, und wie die Preise aufgebaut sind.

Der richtige Partner bietet alle oben genannten Vorteile und noch vieles mehr. So schafft er die Voraussetzungen für bessere BI-gestützte Entscheidungen und erhebliche Kostenersparnisse. Und genau hier kommt Talend ins Spiel.

Die ersten Schritte bei der Datenintegration

Egal, ob Ihre Organisation aktuell auf eine hybride Umgebung setzt, oder ob Sie komplett in die Cloud gehen möchten – die serviceorientierte Architektur von Talend unterstützt partielle, hybride oder komplette Cloud-Integrationsplattform-Lösungen.

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| Zuletzt aktualisiert: January 28th, 2019