Kontextvariablen verwenden

In diesem Videotutorial zeigen wir Ihnen, wie Sie mithilfe von Kontextvariablen denselben Talend-Job in verschiedenen Umgebungen ausführen können.

Für diese Anleitung benötigen Sie Talend Open Studio Data Integration Version 6.

1. Eine Kontextgruppe im Repository erstellen

  1. Klicken Sie im Project Repository mit der rechten Maustaste auf Contexts > Create context group. Geben Sie im Feld „Name“ des „Create/Edit a context group“-Assistenten databasePropertyType ein und klicken Sie auf Next.
  2. Um Variablen zur Kontextgruppe hinzuzufügen, klicken Sie fünfmal auf die [+]-Schaltfläche und geben Sie die Feldnamen host, port, database, username und password ein.
  3. Um den Typ des „password“-Felds zu ändern, klicken Sie auf das Feld „Type“ und wählen Sie Password aus.
  4. In der Spalte „Default Values“ geben Sie für jede Variable die entsprechenden Werte Ihres Servers ein. Klicken Sie dann auf Finish.

Die neue Kontextgruppe „databasePropertyType 0.1“ wird im Project Repository unter „Contexts“ angezeigt. Damit Sie die Kontextgruppe verwenden können, müssen Sie sie in den Job importieren.

2. Die Gruppe importieren, um die Kontextvariablen im Job nutzen zu können

  1. Blenden Sie alle Kontextgruppen im Project Repository ein. Klicken Sie dazu in der Contexts-Ansicht auf die Schaltfläche Import Context, die sich neben der [↓]-Schaltfläche befindet.
  2. Wählen Sie nun im Fenster „Select Context Variables“ Context: databasePropertyType aus, um alle Variablen auszuwählen.

    Alternative Methode: Erweitern Sie die Kontextgruppe und wählen Sie nur bestimmte Variablen aus.

    Die Variablen und ihre Werte werden in den Job importiert. Die Werte können nicht geändert werden, weil sie zur Kontextgruppe im Repository gehören.
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  3. Im Job verwenden Sie das Präfix „context“ und den Variablennamen, um auf die importierten Variablen zuzugreifen. Ersetzen Sie in der Component-Ansicht der MySql-Komponente die Fixwerte aus der Konfiguration durch die entsprechende Variable aus der Kontextgruppe.

    Hinweis: Sie können die Eingabe mit der Autovervollständigen-Funktion beschleunigen. Geben Sie die ersten Buchstaben eines Begriffs ein und drücken Sie Strg + Leertaste.
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  4. Klicken Sie in der Run-Ansicht auf Run, um den Job auszuführen. Der Job wird mit den in der Kontextgruppe definierten Variablen und Standardwerten ausgeführt.

3. Weiteren Kontext zum Job hinzufügen

  1. Klicken Sie im Project Repository mit der rechten Maustaste auf databasePropertyType 0.1 > Edit context group.
  2. Klicken Sie im „Create/Edit a context group“-Assistenten auf Next.
  3. Klicken Sie neben der „Default“-Spalte auf [+], um einen neuen Kontext zu konfigurieren. Klicken Sie nun im Fenster „Configure Contexts“ auf New und geben Sie production als Namen ein.
  4. Fügen Sie einen weiteren Kontext namens test hinzu.
    Die zwei neuen Kontexte erhalten Standardwerte.
  5. Um die Werte zu ändern, klicken Sie jeweils auf „production“ und „test“ und geben Sie den neuen Wert ein. Bestätigen Sie mit Finish.
  6. Klicken Sie im Dialogfeld „Modification“ auf Yes, um die Änderungen auf den Job anzuwenden.
  7. Vergewissern Sie sich im Fenster „Update Detection“, dass die neuen Kontexte ausgewählt wurden, und klicken Sie auf OK.
  8. Sie finden die beiden neuen Kontexte in der „Contexts“-Ansicht des Jobs. Scrollen Sie nach rechts.
  9. Klicken Sie in der Run-Ansicht des Jobs auf Run, um ihn auszuführen.

4. Kontextvariablen in einer Metadatendefinition verwenden

  1. Sie können die festen Eigenschaftswerte der Metadaten durch Kontextvariablen ersetzen. Klicken Sie dazu im Project Repository mit der rechten Maustaste auf die Metadatendatei „movies 0.1“ und dann auf Edit file delimited.
  2. Sie können die Standardwerte als Kontext exportieren. Springen Sie dazu im „Edit an existing Delimited File“-Assistenten zum dritten Schritt und klicken Sie auf Export as context.
  3. Achten Sie im Fenster „Create/Reuse a context group“ darauf, dass „Create a new repository context“ ausgewählt ist, und klicken Sie auf Next.
  4. Geben Sie im Feld „Name“ moviesContextGroup ein und klicken Sie auf Next.
    Alle Parameter wurden in Variablen mit Standardwerten geändert.
  5. Schließen Sie das Fenster „Create/Reuse a context group“ und den „Edit an existing Delimited File“-Assistenten.
  6. Klicken Sie im Dialogfeld „Modification“ auf Yes, um die Änderungen auf den Job anzuwenden.
  7. Vergewissern Sie sich im Fenster „Update Detection“, dass die neuen Kontexte ausgewählt wurden, und klicken Sie auf OK.

In der Component-Ansicht der „movies“-Komponente können Sie sehen, dass alle Standard-Eigenschaftswerte durch Kontextvariablen ersetzt wurden. Unter „Contexts“ im Project Repository wird außerdem die neue Kontextgruppe „moviesContextGroup 0.1“ angezeigt.