Die Stadt Brantford verwaltet ihre Gemeindestruktur

Talend Open Studio verwendet Web-Services, um Echtzeitdatenintegration zwischen Systemen zu ermöglichen, die Infrastruktur, Arbeitsaufträge, Dienstprogramme usw. verwalten.
Neben den offensichtlichen Kosteneinsparungen bringt das Open-Source-Modell noch einen enormen Vorteil: die Community, die dahintersteht. Wir haben exzellenten Support von anderen Usern und dem Talend-Team über die Foren und den Bugtracker erhalten.
Muzammil Rajpurkar,

Eine lebendige Gemeinschaft an einer strategisch wichtigen Position

Am malerischen Grand River gelegen verfügt die Stadt Brantford über eine lebendige Gemeinschaft und liegt mitten im Süden von Ontario, nahe bei Toronto, Hamilton, London, den Niagarafällen und Buffalo, New York.

International bekannt als die Stadt, in der das Telefon erfunden wurde, erinnert man sich in Brantford stolz an den historischen Moment im Jahr 1874, als Alexander Graham Bell das Telefon erfand und so eine der größten Kommunikationsrevolutionen der Welt einleitete. Drei Jahre später lebten in Brantford bereits 10.000 Menschen. Heute wächst die Stadt immer noch bei einer Bevölkerung von derzeit 90.192 Personen (Quelle: Volkszählung Kanada, 2006).

Außerdem ist Brantford die stolze Heimatstadt des „Great One“, Wayne Gretzky. In Brantford ist Amateursport ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens. Waynes Vater, Walter Gretzky, lebt immer noch hier in der Stadt, die immer seine Heimat war.

Ein neues System zur Unternehmensverwaltung

Die IT-Abteilung der Stadt Brantford ist verantwortlich für die Instandhaltung und Verfügbarkeit der besten Systeme und hat intern proprietäre Anwendungen entwickelt, die die Stadt verwendet, um die Bürger zu verwalten. Die Stadt hat die Softwarelösung von Avantis zur Unternehmensverwaltung für sich angepasst, um Kapital und Arbeitsaufträge zu verwalten. Im Zuge dessen musste die IT-Abteilung Daten nach Avantis integrieren, die auf verschiedenen Systemen waren, und die von der Stadt verwendet wurden, um Tausende verschiedener Posten in Bereichen wie Wasserverteilung, Sanitär- und Kläranlagen zu verwalten. Die meisten dieser Daten waren auf einem eigenen System namens MIDS (Municipal Infrastructure Data Standard), das gemeinsam mit Avantis Oracle als back-end DBMS nutzt.

„Nachdem wir Avantis einsetzten, hatten wir bei verschiedenen Punkten Datenintegrationsbedarf“, erklärt Scott Hall, Corporate Information Manager bei der Stadt Brantford. „Anfangs mussten wir die Daten, die mit unserer Infrastruktur zu tun hatten in das System laden. „Sobald dann das System lief, mussten wir die Daten der Referenzanwendung und die von Avantis synchron halten, um sicherzustellen, dass alle Updates der Quelldaten auch an Avantis übermittelt würden.“

Traditionell entwickelten wir die Integrationsprozesse der Stadt als Java-Programme und ließen sie von der Aufgabenplanung in Windows ausführen. Die Aufrechterhaltung dieser Prozesse war jedoch komplex und kostenaufwändig. „Das MIDS-Avantis- Interface-Projekt war eine gute Gelegenheit für uns, Datenintegrationslösungen zu vergleichen“, erklärt Muzammil Rajpurkar, Datenbankadministrator bei der Stadt Brantford. „Wir sahen uns verschiedene GUI-basierte Produkte an und legten dabei besonderen Wert auf Stabilität und ob sie sich für uns auszahlen würden.“

Stabile und vielseitige Datenintegration

Nachdem in der IT-Abteilung mehrere prozessorientierte Lösungen verworfen worden waren, hat man sich für einen Ansatz zur Datenintegration entschieden, der flexibler und besser geeignet zur Ausführung von Batch-Loads und Echtzeitdatensynchronisierung war. „Wir haben uns aus mehreren Gründen für Talend Open Studio entschieden“, sagt Muzammil Rajpurkar. „Die große Auswahl an verfügbaren Konnektoren ermöglicht es uns, mit all unseren Quellen und Zielen zu verbinden. Es ist außerdem eine sehr stabile Lösung, die uns garantiert, dass alle Prozesse sicher ablaufen und dass unsere Systeme immer synchronisiert sind, ohne dass Daten verloren gehen. Zusätzlich dazu verringerte das Open-Source-Modell die notwendigen, im Voraus zu leistenden Investitionen, was in einer Organisation, die vom Steuerzahler finanziert wird, ein wichtiger Faktor ist.“

Sehr wichtig ist auch der native Support für Web-Services, die in Talend Open Studio integriert sind. „Die Talend-Prozesse extrahieren jedes mal in Echtzeit Daten aus den Oracle-Quellsystemen, wenn ein Eintrag erstellt oder aktualisiert wird“, erklärt Muzammil Rajpurkar. „Diese Daten werden in ein XML-Format konvertiert und dann mittels XSLT-Transformationen angereichert und umgewandelt, sodass sie dem von Avantis benötigten Format entsprechen. Die Daten werden dann in Avantis eingefügt oder durch deren Web-Services-Api aktualisiert. Schließlich werden die Ausgabe-Codes aus den Web-Services analysiert, um zu bestätigen, dass der Vorgang erfolgreich war. All diese Operationen führt Talend automatisch durch.

Zusätzlich zum Avantis-Datenintegrationsprojekt hat die IT-Abteilung weitere Projekte initialisiert, die Talend Open Studio verwenden. Bei einem davon werden Daten aus der Utility-Software von Daffron extrahiert, die sich um die Strom- und Wasserversorgung von Brantford kümmert. „Das Daffron-System basiert auf DB2 und der AS/400-Plattform und es war uns wichtig, den Standort des Wassermessers und die Kontaktinformationen von den Utility-Netzwerken dieses Systems zu extrahieren, sodass sie auch in Avantis geladen wurden und Arbeitsabläufe erstellt wurden“, erklärt Muzammil Rajpurkar. „Mit den bereits vorhandenen DB2/400-Konnektoren von Talend konnten wir diesen Prozess sehr schnell entwickeln.“

Neben diesen Projekten ist Talend Open Studio die Standardintegrationsplattform für alle Migrations- und Synchronisationsprozesse geworden, die Brantford anwendet.

„Neben den offensichtlichen Kosteneinsparungen bringt das Open-Source-Modell noch einen enormen Vorteil: die Community, die dahintersteht. Wir haben exzellenten Support von anderen Usern und dem Talend-Team über die Foren und den Bugtracker erhalten. Open Source ist ganz klar das Modell der Zukunft, was Software-Entwicklung angeht und Talend hat das begriffen.